Unfallgeschehen2005
Die Unfallentwicklung ist in Deutschland auch 2005 durchaus positiv.
Getötete Verkehrsteilnehmer 1991 - 11 300 und 2005 knapp 5 400 Personen.
Das ist ein Rückgang von über 50 %.
Allerdings : Es ereigneten sich immer noch 337 000 Unfälle mit Personenschäden, dabei wurden 438 000 Personen verletzt oder getötet.
2,24 Mio polizeilich erfasste Strassenverkehrsunfälle, leicht rückläufig.
22 200 Alkoholunfälle nur 1 % rückläufig
1 150 Getötete 18 – 24 Jährige gegenüber 2004 stark ( 10 % ) rückläufig,
damit liegen die Jugendlichen erstmalig unter den Verunglückten
65- Jährigen Verkehrsteilnehmern
840 getötete Motorradfahrer und Mitfahrer, etwa 2 % Minus zu 2oo4
120 getötete Mofa und Mopedfahrer
54o getötete Radfahrer, starker Unfallanstieg
750 getötete Fußgänger – 10 % RückgangAbsolute Zahlen der Schwerverletzten und Getöteten :
84 000 Getötete und Schwerverletzte im Jahr 2005
23o Personen pro Tag
10 Personen pro Stunde
alle 6 Minuten ein getöteter oder schwer verletzter Mensch !
Maßnahmen
gegen diese bedauerliche Anzahl dieser Unfälle
Eine große Anzahl von Verkehrssicherheitsaktionen, die vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat ( DVR ) gefördert und von den Automobilclubs, seinen Ortsclubs, Verkehrswachten, Berufsgenossenschaften, Polizei, Schulen, usw umgesetzt werden, sollen helfen, diese schrecklichen Unfallzahlen zu senken.
Dies entbindet nicht davon, dass sich jeder Verkehrsteilnehmer, also auch wir selbst, immer sicherheitsbewusst und partnerschaftlich muß.
Verkehrssicherheitsaktionen 2006 im Allgäu
Fahrsicherheitstrainings für PKW und Motorrad
Für alle Altersgruppen, auf Wunsch auch für Anhänger und auch reine Frauenkurse.
Durchführung auch für geschlossene Ortsclubs.
Veranstalter : Gebietsverkehrswacht , Grüntenkaserne,kostenlos
Pannenkurse :
Auch eigene Frauenkurse, sollen insbesondere das Bewusstsein für ein verkehrssicheres Fahrzeug fördern. PKW, kostenlos,
Veranstalter : Gebietsverkehrswacht , Marktangertiefgarage
"Fahr- Rad- aber sicher"
Wie helfe ich mit selbst ? Das Fahrrad verkehrstechnisch in Ordnung bringen, die dazu notwendigen Handgriffe durchführen.
Veranstalter : MSG - Blaichach in Zusammenarbeit mit der Gebietsverkehrswacht und dem Jugendhaus
in der Hauptschule in Blaichach. Kostenlos, fehlende Fahrradteile werden von der Verkehrswacht umsonst zur Verfügung gestellt.
Seifenkistenrennen
Schon im frühen Schulalter sollten Kinder an die Wichtigkeit einer funktionierenden Technik, dem spielerischen und sicheren Umgang mit der Fahrphysik und dem partnerschaftlichen Verhalten herangeführt werden.
Veranstalter : MSG
Gokart
Aufbauend auf die Erfahrungen aus dem Seifenkistenfahren eine gute Möglichkeit zum sicheren Fahren im Strassenverkehr
Veranstalter : MSG – Blaichach und die umliegenden Ortsclubs
"Kind und Verkehr"
Der sichere Weg in den Kindergarten und die Schule wird im Vorschulalter von der Polizei und der Verkehrswacht gefördert.
Im Kindergarten wird das richtige Verhalten auf den Verkehrswegen und an Ampeln erklärt und geübt. Kinder werden mit Schutztrapezen von der Verkehrswacht ausgestattet.
Veranstalter : Polizei , Unterstützung Gebietsverkehrswacht
Fahrradschule
In der 4. Klasse werden die Schüler im verkehrsgerechten Verhalten von der Polizei klassenweise eingewiesen.
Veranstalter : Polizei, Jugendverkehrsschule, Gebietsverkehrswacht
"Hallo, Auto"
In den Hauptschulen wird an praktischen Versuchen mit einem PKW
der Einfluß von Reaktionszeit und Geschwindigkeit die erforderliche Länge von Anhaltewegen demonstriert.
Veranstalter : ADAC in Zusammenarbeit mit der Hauptschule Blaichach
Toter Winkel
An praktischen Demonstrationen wird an einem LKW die Gefährlichkeit des „ Toten Winkels „ gezeigt. Es soll vor Augen geführt werden, wie gefährlich es für einen Radfahrer ist, wenn er im Kreuzungsbereich, insbesondere an LKW oder Bus rechts vorbei fährt, zu knapp vor dem Bus / Lkw vorbei läuft oder sich hinter einem solchen Fahrzeug aufhält.
Veranstalter : Haupt- und Realschule, Gebietsverkehrswacht
Schul – Projekt – Tage
Verschiedene Schulen führen jährlich sogenannte Projekttage durch, bei denen die Verkehrssicherheit eine entscheidende Rolle spielt.
An einem Gurtschlitten werden die Wichtigkeit des Anschnallens im Kraftfahrzeug, sowie das sichere Ein- und Aussteigen und Verhalten im Schulbus demonstriert.
Veranstalter : Schule, Gebietsverkehrswacht und Polizei.
Berufsschule- Aktion "Beobachtetes Fahren"
Die Berufsschule Immenstadt führt seit einigen Jahren die Aktion „ Beobachtetes Fahren „ in den Kraftfahrzeug-Mechatroniker-Klassen durch. Bei einer ca 35 Minütigen Fahrt lässt sich ein Schüler von 2 Mitschülern und einem Fahrlehrer beobachten und danach sein Fahrverhalten im positiven, sowohl auch im negativen Sinne bewerten. In einer anschließendem Plenumsgespräch wird mit Lehrern, Polizei und den Fahrlehrern das problematische Fahrverhalten analysiert.
Veranstalter: Berufsschule, Polizei und Fahrlehrerschaft
Begleitetes Fahren mit 17.
Seit Herbst 05 läuft der Versuch „ Begleitetes Fahren mit 17 „ in Bayern. Man erhofft sich, dass die Jugendlichen , die mit 17 Jahren den Führerscheinerwerben können, aber bis zum vollendeten 18.Lebensjahr nur unter Begleitung eines Berechtigten fahren dürfen, noch eine zusätzliche Lehrzeit zum sicheren Fahren erhalten.
Führerschein auf Probe
Wer heute mit 18 ( jetzt schon mit 17 ) den Führerschein erwirbt, erhält diesen auf Probe. Begeht er eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld, muß er in der Fahrschule ein Aufbau-Seminar besuchen, bei dem er in einer Gruppe von mind.6 bis max. 12 Personen problematische Verkehrs- oder Unfallsituationen analysieren soll.
Aus diesem Erfahrungsaustausch ist es leichter für ihn, unterschiedliche Gefahrensituationen und Verhaltensweisen zu verstehen.
Veranstalter: Berechtigte Fahrschulen, kostenpflichtig
Senioren
Ab einem gewissen Lebensalter wird es zunehmend schwerer, sich als Fußgänger, Radfahrer und insbesondere Pkw-Fahrer, mit den Schwierigkeiten im heutigen Strassenverkehr zurecht zukommen.
Die Gebietsverkehrswacht versucht mit speziell dafür ausgebildeten Moderatoren diesen Problemen zu begegnen.
Veranstalter : Gebietsverkehrswacht in Zusammenarbeit mit
Seniorenwohnheimen und sonstigen Interessentengruppen.
Sicherheit auf allen Wegen
Verschiedene Berufsgenossenschaften führen anlässlich ihrer Weiterbildungsveranstaltungen in ihren Schulungszentren einen Programmpunkt „ Sicherheit auf allen Wegen".
In dieser Unterrichtseinheit wird über die Problematik der Arbeitswege im besonderen eingegangen und diskutiert. Ungefähr 6o % aller tödlichen Arbeitsunfälle sind sogenannte Wegeunfälle.
Veranstalter : Berufsgenossenschaften und DVR
Sonstige Veranstaltungen
Es würde in diesem Zusammenhange zu weit führen, wenn man hier alle Maßnahmen, die der Verkehrssicherheit dienen, aufzählen würde.
Verkehrsschauen der Komunen, Plakataktionen an Ortseingängen und Autobahnen, Verkehrssicherheitstage von verschiedenen Institutionen, wie Motorsportclubs, Rotes Kreuz, Feuerwehr und THW, Kurse für Energiesparende Fahrweise , die insbesondere zu
vorausschauender und defensiver Fahrweise führen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass steter Tropfen an Verkehrssicherheitsarbeit auch einen Stein höhlt.
Wenn man bedenkt, dass im Jahre 1973 bei wesentlich niedrigerem Verkehrsaufkommen ca 2o ooo Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen und wir heute pro Jahr noch ca 54oo Personen zu beklagen haben, so ist das nicht erfreulich, aber doch ein Zeichen, dass sich Verkehrssicherheitsarbeit immer lohnt.
In diesem Sinne – cool und gelassen im Strassenverkehr
Euer Peter Schad